Tina's Home & Garden

Willkommen  im alten Häuschen


DER OLIVENBAUM

 WICHTIG zu Anfang!

Ich vermittle Euch hier lediglich meine Erfahrung und Recherche - ich bin natürlich kein Olivenbauer - dennoch habe ich seit vielen Jahren Olivenbäume und sie gut beobachtet, Fehler gemacht und auch zum Schluss jetzt, sehr gute Erfahrungen gemacht.

Auf vielfachen Wunsch, werde ich Euch heute ein paar Tipps zu Olivenbäumen geben.
Ich selbst war schon immer von der mediterranen Pflanze begeistert und habe früher auch ganz normale, kleine Bäumchen, die jeder im Baumarkt, Gartencenter oder auch beim Discounter kaufen kann, gehabt.

Irgendwie haben sie nie lange überlebt und nachdem sie dann nach jedem Winter kahl waren und auch keine Blätter mehr bekommen haben - wollte ich nicht mehr und habe es aufgegeben.


Bis vor zwei Jahren - da gab es eine Aktion im Bauhaus bei uns, wo ganz viele “alte” (ca. 80-100 Jahre) Bäume zu kaufen waren, zu einem wirklich günstigen Preis!
Meine Freundin und ich also gleich losgedüst und aufgeladen.

Tja und dann hatte ich sie - zwei wirklich schöne und große Bäume, ohne eine Ahnung zu haben - WIE? WAS? WO?



Also hab ich mich in das Thema eingelesen und ich muss sagen, ich glaube es hat funktioniert und meine Bäume danken es mir!

Gerne will ich Euch daran teilhaben lassen.

Für mich die erste und wichtigste Frage:

“Überwinterung”

Der Olivenbaum mag es nicht warm im Winter - am liebsten ist ihm ein eher kühles und sehr helles Klima / Raum! Wenn er zu dunkel gehalten wird, verliert er meistens seine Blätter und braucht dann die ganze Energie im Frühjahr dafür, seine Blätter wieder zu bekommen, anstatt die Kraft in die Blüten und Früchte zu stecken!

Auch zu warme Überwinterung ist nicht gut - hier kann es zu Schädlingsbefall und ebenfalls zu Blattverlust kommen.

Das Beste ist also, Ihr habt einen hellen, kühlen Keller oder Speicher - oder einen Schupfen mit viel Licht und Luft!


Meine Bäume waren nicht eingepackt in einem alten Schupfen, der sehr hell und lichtdurchlässig ist.
In diesem Winter werde ich sie aber auf der Terrasse direkt an der Hauswand stehen lassen - denn das ist ihnen am liebsten!
Sollte die Temperatur allerdings weiter als -8 Grad absinken, dann müsstet Ihr ihn einpacken - zumindest für kurze Zeit!

Bitte prüft, wie winterhart Euer Baum ist, es sind nicht alle gleich!!!!!

“PFLEGE”

Wenn ich die Bäume (in diesem Jahr Anfang März) aus dem Winterquartier hole, dann bekommen sie schon den ersten Formschnitt. Unnötige Triebe werden abgeschnitten und der Baum leicht in Form gebracht.
Bitte schneidet ihn auf keinen Fall zu fest zurück - ein leichter Schnitt ist ausreichend!

Dann dünge ich ihn und zwar mit “Nutri One” Universal Dünger.
Ca. 1 mal im Monat - außer zur Blütezeit Mai/Juni bekommt er zweimal pro Monat einen Dünger!

Der Baum braucht dann nämlich seine ganze Kraft für die Blüten und zieht sehr viel Nährstoffe aus dem Boden - daher kann man ihn so gut unterstützen.



“BLÜTE / FRUCHT”


Wie schon erwähnt, findet die Blüte im Mai/Juni statt.

Die meisten Sorten sind selbstbefruchtend (ich hatte nie welche), wobei ein zweiter Baum den Ertrag enorm steigert - meine Erfahrung ist, dass sie sich gut selbstbestäuben können aber das mit dem selbstbefruchten klappt hier nicht so ganz…ich empfehle wirklich, wenn Ihr Oliven ernten wollt, solltet Ihr Euch einen zweiten Baum zulegen…ansonsten natürlich nicht!

“ERNTE”

Im Winter könnt Ihr dann die Früchte ernten - um sie allerdings essen zu könnten, solltet Ihr sie einige Tage in Salzlake einlegen, die entzieht den Oliven die Bitterstoffe und macht sie genießbar!


“FEHLER / KRANKHEITEN"

Der Olivenbaum lässt erst zwei bis drei Wochen später Anwendungsfehler sichtbar werden. Solltet Ihr gelbe Blätter bekommen, kann dies oft auf zu viel Wasser hindeuten.
Bitte unbedingt Staunässe vermeiden.

Durch zu viel Feuchtigkeit kann es auch sein, dass der Olivenbaum eine Pilzerkrankung bekommt - wie zum Beispiel die "Augenfleckenkrankheit"

Hier solltet Ihr schnell Handeln...sofort alle befallenen Blätter entfernen, da die Sporen des Pilzes sich in der Luft verteilen!

Ich selbst habe sehr gute Erfahrung mit der Bekämpfung durch ein Hausmittel gemacht:

Einen Teil Rohmilch oder Vollmilch (keine H-Milch) mit acht Teilen Wasser mischen, also zum Beispiel 100 ml Milch und 800 ml Wasser.

Ich gebe das ganze dann in eine Sprühflasche und besprühe großzügig - das mache ich dann ca. 1-2 pro Woche...greift aber relativ schnell!


“IM TOPF / UMTOPFEN"

Der Olivenbaum wächst extrem langsam, daher müsst Ihr auch nicht ständig umtopfen, zumindest die älteren Bäume. 

  • der ideale Zeitraum

Der Ideale Zeitpunkt den Baum umzutopfen ist entweder im späten Winter oder zeitig im Frühjahr (ich habe es im Frühjahr gemacht)

  • Wahl des Topfes

Bitte den neuen Topf nie zu groß wählen - ca. 5 cm größer sind absolut ausreichend, da der Olivenbaum sonst zu viel Energie in das Wachstum und Ausbreitung der Wurzeln verwenden muss, so dass das dann schon mal auf Kosten der Blätter und Blüte erfolgt!

  • Die richtige Erde

Ich selbst verwende für meine Pflanzen immer hochwertige Blumen/Pflanzenerde, da diese bereits schon mit sehr guten Nährstoffen angereichert ist. Bei der Blumenerde könnt Ihr gerne noch etwas Sand mit einmischen - das macht die Erde durchlässiger und auf jeden Fall müssen genügend Abflusslöcher und Drainage vorhanden sein, damit es zu keiner Staunässe kommt - was das Ende für Euren "Freund" bedeuten könnte bzw. kann!


Hier geht's direkt zum Umtopfvideo 




DER BUCHS

 Eigentlich ist der Buchs ja eine sehr pflegeleichte Pflanze und vielseitig einsetzbar.

Ich selbst habe über 15 Buchskugeln, von klein bis groß und einige davon sind schon gute 30 Jahre alt und haben viele Umzüge mitgemacht.

Da mein Platz ja begrenzt ist, sind meine Buchsbäume auch alle in Kübeln und auch schon immer gewesen.

Der Buchs eignet sich also auch als sehr gute Topfpflanze, muss aber hier natürlich öfter gegossen werden, als wie wenn er in direkt in die Erde/Garten gepflanzt wird.




  • SCHNITT

Ich persönlich schneide meine Buchse immer im Frühjahr und evtl. je nachdem im Herbst noch einmal. Wichtig jedoch ist, dass Ihr den Buchs schneidet, wenn ein paar Regen oder Wolkentage folgen, da es der Schnittnarbe nicht gut tut und dann erhaltet Ihr einen hässlichen braunen Buchs.

Bitte achtet auch auf ein gutes Werkzeug, das erleichtert Euch die Arbeit ungemein und führt zu einem guten Ergebnis.

  • PFLEGE

Für mich war der Buchs immer eine sehr pflegeleichte Pflanze, bis es der Zünsler in unsere Breiten vor geschafft. 

Ich persönlich kalke meine Buchsbäume, was sie robuster gegen Pilzerkrankungen macht und auch natürlich gegen den Zünsler. 

Ich streue den Kalk direkt mit einem kleinen Scheufelchen über den Buchs und schüttel den Kalk etwas ein. Es dauert eine Zeit, bis er sich richtig reingewaschen hat - also nicht erschrecken, wenn er einige Zeit etwas "weiß" ist!

Ich kalke zweimal jährlich - im Frühjahr (Mitte/Ende April) und im Herbst (September/Oktober) nochmal - ansonsten verwende ich keinen Dünger und habe ich auch noch nie.

  • ZÜNSLER

Ich muss sagen, dass ich selbst (ich vermute, da ich schon sehr lange kalke) noch nie wirklich von den Biestern betroffen war...mal ein, zwei Räupchen und das wars - aber ich spritze auch schon seit 3 Jahren präventiv und nicht dann erst, wenn nur noch der halbe Buchs da ist, sondern schon vorab.

Daher ist es wichtig den Zyklus des Zünslers ungefähr zu kennen - denn wenn man zu früh spritzt und die Raupen nicht geschlüpft sind oder nur Eier am Buchs sind, dann kann das Mittel nicht helfen - das Mittel greift also nur die Raupe an und ansonsten NICHTS!

Ich selbst verwende XENTARI von Neudorff - das Mittel schadet keinem anderen Insekt, Mensch oder Tier - sondern geht nur auf die Raupe!

Hier mal der ungefähre Zyklus:

Winter: Der Zünsler überwintert in einem Kokon eingesponnen und wird ab einer konstanten Temperatur von +7 Grad langsam wieder aktiv!

April/Mai: die ersten Raupen sind aktiv - jetzt kontrollieren und bei Bedarf spritzen!

Ende Mai: Verpuppung

Juni: Eier / 1. Generation Zünsler

Ende Juni/Juli: Raupe

Ende Juli: Verpuppung

August: Eier / 2. Generation Zünsler

September: Raupe

Das Ganze ist eine ungefähre Zyklusvariante eines Zünslers - das kann natürlich von Jahr zu Jahr variieren, je nach Wetter!

Das Wichtigste ist einfach, immer wieder seinen Buchs zu kontrollieren und zu sehen, ob man Raupen entdeckt - ich habe Euch mal Beispielbilder angehängt, wo ich eine Selbstversuch im Nachbarsgarten unternommen habe, nachdem ich gesehen habe, dass der uralte Buchs befallen war - Ihr könnt aber auch sehen, dass er sich wieder gut erholt hat, nach nur einmal Spritzen!

Wichtig auch hier - man muss der Pflanze Zeit geben und vor allem Buchs, da er zu den langsam wachsenden Pflanzen gehört - in dem konkreten Fall hat es gute 4 Wochen gedauert, bis die ersten frischen Triebe zu sehen waren.


Befall Zünsler August










Hier kann man gut die Exkremente des Zünslers sehen!







                                       

Hier seht Ihr den Buchs nach der ersten Behandlung ungefähr ca. 4 Wochen später, wie er bereits wieder neu austreibt.

September










Hier kann man die neue Triebe sehr gut erkennen - also nie verzagen,

man kann das Vieh wirklich in Zaum halten.







Ich sprühe direkt in den Buchs rein - bei Bedarf wiederhole ich es auch nach 14 Tagen nochmal, falls man nicht alle erwischt hat!

  • TOPF

 Wenn Ihr den Buchs als Topfpflanze haltet, ist es wichtig, dass er wirklich regelmäßig gegossen wird - der Buchs benötigt im Sommer viel Wasser und auch bitte nicht vergessen, an frostfreien Tagen im Winter zu gießen - denn viele haben mir schon ihre Buchsbäume gezeigt und gefragt, ob das der Zünsler war - NEIN, es waren sie selbst, in dem sie den Buchs vertrocknen ließen - also bitte auch im Winter, im Kübel gießen!!!!


                                       

Vom Leuchttopf in den DryPot

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